FSC Möve Obernau
K8-Treffen

Am 3. Oktober 2003 trafen sich auf dem Fluggelände des FSC Möve Obernau
ein paar Dutzend Flugbegeisterte, um mit ihren schon etwas betagten Segelflugzeugen vom Typ K8 einen Ziel - Landewettbewerb auszufliegen. Aus sechs Vereinen
der Gegend südöstlich von Frankfurt waren sie gekommen, um einmal zu zeigen,
dass die Pilotinnen und Piloten ihr Handwerk verstehen,
und die K8 noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

 Doch wie immer geht beim Fliegen die Sicherheit vor: Manfred Steffen,
 Ausbildungsleiter der Obernauer Möven hielt ein detailliertes Briefing ab,
 um allen Mitfliegenden die Besonderheiten unseres Fluggeländes und das Verhalten bei Startabbruch oder Seilriss zu erläutern.

 Dann war es endlich soweit. Die Flugzeuge wurden an den vorgesehenen Startpunkt gezogen
 und das Lande-T ausgerollt.
 Alle Teilnehmer mussten sich registrieren und ihren Unkostenbeitrag bezahlen.

 Beim Ziel - Landewettbewerb werden nur kurze Flüge - so genannte Platzrunden - durchgeführt.
 Beim Landen ist es wichtig, Geschwindigkeit und Richtung so zu kontrollieren,
 dass der Bug des Flugzeuges möglichst nah am ausgelegten T zum Stehen kommt.

 Unnachgiebige Wertungsrichter messen dann die Entfernung, für jeden Zentimeter
 werden Punkte von der Maximalzahl 60 abgezogen. In drei Wertungsflügen
 kann man Punkte sammeln, zum einen für das eigene Konto in der Einzelwertung,
 aber auch für das eigene Team, das aus drei Piloten besteht.

 Erfahrene Ziel - Lander wissen zu berichten, dass es gar nicht so sehr auf den einen perfekten Versuch ankommt,
 vielmehr muss man dreimal konstant gute Leistung zeigen.

Alles ist vorbereitet, die Flugzeuge stehen am Start.
Für Flugschüler, die noch nicht so sicher im Umgang mit dem Fluggerät sind,
wurde unsere K2 aufgerüstet und mit einem Fluglehrer auf dem hinteren Sitz beladen.
Die K2 hat ähnliche Flug- und Landeeigenschaften wie die K8,
so konnte ein fairer Wettbewerb auch mit den jüngeren Flugschülern durchgeführt werden.

Dieses Bild war für alle ein Augenschmaus. Vorn eine bildschöne, 50 Jahre alte K2,
dahinter, wie die Küken hinter der Henne, sechs etwa 40 Jahre alte K8,
allesamt in ebenfalls hervorragendem Zustand.

 Trotz der deutlich verkürzten Schleppstrecke gab es dank des kräftigen Westwindes
 gute Ausklinkhöhen, deutlich über der 200 m Marke. Der Flugschüler hier zeigt,
 wie man es am besten machen sollte. Kontrolliert landen, den Bug nicht zu früh
 auf die Kufe absenken und dann mit den Störklappen die Fahrt und mit dem Seitenruder
 die Richtung korrigieren. Diese schöne Ziel - Landung gab sicherlich über 50 Punkte.

 Auch der Pilot dieser K8 aus Aschaffenburg beherrscht sein Fluggerät. Wichtig ist es,
 ja nicht das T mit dem Flugzeug zu berühren. Dies bedeutet deftige Punktabzüge.

Bereits unmittelbar nach der Landung sind
die fleißigen Helfer zur Stelle, messen die Distanz und schieben das Flugzeug
wieder in den Startbereich. Dank der breiten Landebahn
gab es trotz Starts und Landungen im Minutentakt keine brenzligen Situationen.

Viel zu tun hatten die Jungs am Starttisch.
Während ein Helfer nur damit beschäftigt war,
Namen der Piloten, Start- und Landezeiten
zu notieren, bewahrte unser Flugleiter
 Fredi Kunz stets die Ruhe und einen sicheren Überblick über die Situation.

 Lediglich zwei Seilrisse während der Starts waren zu notieren, beide jedoch in solcher Höhe,
 dass die gut ausgebildeten Piloten keine Schwierigkeiten hatten, das Fluggerät
 sicher auf den Boden zu bringen und dabei auch noch eine gute Wertung zu schreiben.

Doch Fliegen ist ja nicht alles.
Unser phänomenales Küchen - Team sorgte dafür, dass niemand hungrig bleiben musste.
Wie man sieht, hatten die Damen neben der Schufterei
aber auch noch ein bisschen Spaß.