FSC Möve Obernau
Judith's Flieger-Tagebuch

1.6.2003

Rituale

 

Kaum hatte sich der Frühnebel verzogen, machte ich auch schon den ersten Start mit Klaus. Zu dieser frühen Stunde gab es natürlich noch keine Thermik, weswegen ich auch vier Platzrunden flog. Bei allen war Klaus mit meiner Landeeinteilung sehr zufrieden. Einzig das Abfangen klappte nicht immer.
Durch den morgendlichen Nebel war das Gras noch sehr nass und ich bekam klatschnasse Füße. Deshalb lief ich zunächst erst mal barfüßig herum.
Nun konnte ich den ersten Alleinflug von Mathias erleben. Zum Glück für ihn waren noch nicht allzu viele Piloten am Platz. Denn nach einem alten Ritual der Segelflieger bekommt der Schüler nach seinem „ersten Mal“ von jedem einen Zweig und einen kräftigen Schlag auf den Hintern. Im Anschluss an den Flugbetrieb, muss der Debütant noch bei einigen lustigen Spielen mitmachen, die natürlich geheim sind.
Nachdem die Streckenflieger endlich Thermik gefunden hatten, kehrte etwas Ruhe ein. So startete ich mit Rolf noch einmal zu zwei Flügen. Wir hatten allerdings kein Glück und mussten es bei Platzrunden belassen.
Kurz nachdem ich gelandet war, zündete Christop die Farbpatronen an seinem Habicht und begann mit Kunstflug. Durch den bunten Rauch konnte man alle Figuren gut sehen.
Als die Sonne gerade anfing unterzugehen, ging ich noch einmal für zwei Platzrunden in die Lüfte. So konnte ich mit den acht Flügen mein Konto auf insgesamt 35 Flüge aufstocken.

6.6.2003

Graue Theorie

 

Direkt nach der Schule fuhr ich nach Obernau. Dort hatten sich schon einige andere Flugschüler versammelt und wir begannen mit dem Flugbetrieb. Da nicht viel los war, schnappte ich mir den PPL-C Fragenkatalog und ging einige Technikfragen durch.
Gegen 16:30 Uhr startete ich mit Klaus. Während der ganzen 50 Minuten, die wir unterwegs waren, übte ich das Kreisen im Thermikbart. Da meine Landung eher mittelmäßig war, flog ich noch drei Platzrunden. Das Landen ist aber immer noch ein Glücksspiel, manchmal klappt es und dann wieder nicht.
Am Abend kamen noch einige andere und gemeinsam feierten wir Marc´s Geburtstag.

7.6.2003

Neue Erfahrungen mit der Ka 7

 

Am Morgen holten Klaus und Marc die geliehene Ka7 aus Mainbullau. Während dessen begannen wir mit dem Flugbetrieb.
Nachmittags hatte ich die Ehre als Erste die Ka7 zu fliegen. Da man in ihr eine andere Sitzposition als in der Ka2b hat, musste ich mir mit Kissen behelfen, um an alle Ruder zu gelangen. Aber der Start ist einfacher da das Flugzeug zusätzlich noch vorne und hinten Räder besitzt. Durch die veränderte Sitzposition ist natürlich auch das Horizontbild total anders. Daran musste ich mich erst mal gewöhnen. Nach einigen Kreisen übergab mir Herbert den Knüppel. Als wir genug Höhe gewonnen hatten, versuchte ich eine Rollübung, doch entweder war der Faden oder die Nase aus der Mitte. Deshalb wollte mir Herbert die Übung noch einmal vorführen. Als bei ihm aber auch entweder Faden oder Nase in der Mitte waren, ließ er es schnell bleiben. Da wir beide gerne trudeln, machten wir das natürlich auch noch. Doch so richtig schön trudelt die Ka7 weder rechts noch links herum. Nach einer Stunde landeten wir wieder.
Sofort erfuhren wir, daß bei einer harten Landung einer Flugschülerin die Ka8b einen Defekt erlitten hat.
Die Ka7 kam genau zum richtigen Zeitpunkt, denn so hatten wir trotzdem noch zwei Schulflugzeuge.
Wie schon am Vormittag schrieb ich wieder die Startliste, als Herbert mit Uli eine Seilrissübung durchführte. Gespannt beobachtete ich den Flug und bekam eine schöne Landung – leider auf dem benachbarten Maisfeld – zu sehen. Da mir in meinem Ausbildungsnachweis noch Transport und Montage des Segelflugzeugs fehlte, fuhr ich zum Helfen mit. Das Ganze dauerte fast zwei Stunden.
Danach lud mich Alex noch zu einem Flug mit dem Twin III ein. Mit 0,5 bis 1 m/s Steigen kletterten wir langsam bis zur Sektorengrenze. Dabei konnten wir einer zweiten Seilrissübung von oben zusehen. Nach einem kleinen Formationsflug und mehr als einer Stunde landeten wir wieder in Obernau und räumten die Flugzeuge in die Halle.

8.6.2003

Sektoreneinweisung

 

Dank einer Familienfeier konnte ich erst gegen 15 Uhr auf den Platz kommen. Dort war nicht sehr viel los und ich machte wieder einmal Theorie. Danach bekamen wir noch eine Sektoreneinweisung von Manfred.
Als ich schließlich Herbert dazu überredet hatte, noch einen Flug mit mir zu machen, hatte sich der Rückenwind schon so verstärkt, dass wir nicht mehr starten konnten. So räumte ich die Ka2b wieder unverrichteter Dinge in die Halle ein.

9.6.2003

Seilrissübungen

 

Um 9 Uhr kam ich an und wir begannen sofort mit dem Ausräumen. Ich machte mit Dieter drei Platzrunden, bei denen die Landungen einfach super klappten. Endlich hatte ich den Bogen raus!
Da ich ab 11:30 Uhr mit vier anderen Arbeitsdienst auf der Primizfeier in Obernau hatte, musste ich dann leider gehen.
Da gegen 14 Uhr die Bratwürste ausgingen, kamen wir glücklicherweise schon früher als erwartet, aber voller Fettspritzer wieder zurück.
Ich hatte schon vorsorglich ein neues T-Shirt mitgenommen. Nun sollte ich erst einmal das Seilauto, ein Mercedes mit Automatikgetriebe fahren. Beim ersten Anfahren mit den eingehakten Seilen, ging ich zu schnell von der Bremse und bei beiden Seilen sprang die Sicherung heraus. Nun ja, passiert, ich hatte genug kräftige Männer dabei.
Nun passte ich beim Anfahren immer höllisch auf.
Da die Ka2b unterwegs war, machte ich mit Manfred eine Platzrunde auf der Ka7. Doch mit ihr komme ich einfach nicht so gut zurecht. Darum tauschte ich dann auch mit Sohel, einem anderen Flugschüler, der die Ka7 liebt, aber in der Ka2b saß. Nach dem Wechsel machte ich noch eine Platzrunde zur Eingewöhnung.
Danach erklärte mir mein Fluglehrer erst theoretisch das Landen aus ungewohnter Position. Bei den beiden folgenden Flügen flogen wir einmal keine rechteckige Platzrunde und das andere mal eine große Kurve vor dem Wald, die auf der Landebahn endete. Die erste der beiden Landungen war miserabel, da ich das Abfangen etwas verpennt hatte und dann zu stark zog, so dass wir noch einmal wegstiegen, ich drückte und wir schlugen auf.
Vor dem nächsten Start beschrieb mir Manfred genau was man bei einem Seilriss tun muss. Danach flog er mir eine Seilrissübung mit Umkehrkurve vor. Die nächste flog ich dann. Wir waren noch relativ hoch, weshalb ich mich für eine verkürzte Platzrunde entschied. Entgegen meinen Erwartungen ist eine Seilrissübung nicht schlimm.
Im Laufe des Tages hatte ich sage und schreibe 10 Flüge gemacht und war dementsprechend müde.

14.6.2003

Die Suche nach dem Abfangbogen

 

Der Himmel war noch bewölkt, als ich am Platz ankam. Deshalb hatten sich auch noch nicht viele Piloten versammelt. Doch so nach und nach kamen genug Leute und wir begannen mit dem Flugbetrieb.
Meine erste Platzrunde war sehr schön, bis zur Landung. Dort machte ich genau so weiter, wie ich am Montag aufgehört hatte. Ich zog zu spät und zu zögerlich, so dass wir mit einem lautem Rums aufsetzten. Den Anderen tat das schon allein vom Zusehen weh.
Auch die drei folgenden Flüge liefen mehr oder weniger nach dem gleichen Schema ab. Mit jeder verpatzten Landung konzentrierte ich mich mehr auf das Abfangen, doch es wurde eher noch schlimmer. So gab ich nach vier Starts auf und hoffte auf Besserung.
Die anderen Piloten zogen mich ein wenig auf, indem sie mir Tipps gaben, wo ich den meinen Abfangbogen suchen könnte. Vielleicht hatte ich ihn ja in der Werkstatt verloren oder gar im Auto vergessen?
Jeder hat mal einen schlechten Tag, heute war eben meiner.
Gegen 15 Uhr zog ein Gewitter auf und es begann zu regnen. Doch drei Streckenflieger waren noch nicht zurückgekehrt. Die Rückholer machten sich so langsam Sorgen und erwarteten bei jedem Telefonklingen einen der Piloten am Apparat. Doch erst um 16:30 Uhr kam die Meldung, dass alle drei wohlbehalten in der Nähe von Bamberg gelandet waren und mit dem Hänger abgeholt werden wollen. Sieben Stunden später kamen die Ersten gesund und nicht mehr so ganz munter zurück.

15.6.2003

Der Fund

 

Nach einer Nacht im Zelt weckten mich die ersten Sonnenstrahlen schon um 7 Uhr. Da es draußen aber noch ruhig war, döste ich noch einmal ein. Gegen 8 Uhr kamen so langsam die Ersten und wir begannen nach einer Tasse Kaffee mit dem Ausräumen der Halle.
Der erste Flug verlief leider ähnlich denen vom Vortag. Obwohl ich noch einmal eingehend die Landung in der Theorie studiert hatte. Doch bei der zweiten Landung machte es irgendwo in meinem Kopf klick und es funktionierte. Ich legte eine sanfte Landung hin und rollte dann an den Platzrand, damit die uns folgende Ka7 genügend Platz hat. Das war so schön, dass ich nur noch mit einem Grinsen vom einen Ohr zum anderen herumlaufen konnte.
Auch die beiden folgenden Flüge, bei denen wir so zu sagen Tandem mit der Ka7 flogen, klappten mit kleinen Ausnahmen super. Deshalb bot mir Manfred auch für den Abend nach einer guten Platzrunde den Alleinflug an.
Glücklich über den Fund meines Abfangbogens, setzte ich mich in das Seilauto, fuhr Seile und beobachtete den Windenfahrer bei seiner Arbeit.
Gegen 14 Uhr war mit Ausnahme eines Motorseglers kein Flugzeug mehr am Boden, so dass sich alle erst mal in den Schatten setzten und sich ausruhten.
Am späten Nachmittag konnten wir Werner endlich zu seinem 5-Stunden-Flug gratulieren. Der kehrte glücklich zum Platz zurück, kletterte etwas steifbeinig aus dem Club III und nahm das gebotene Bier dankbar an.
Als die Thermik langsam nachließ, so dass ich endlich fliegen konnte, drehte leider auch der Wind und während des Starts herrschte Rückenwind. Deshalb stellten wir den Flugbetrieb ein und machten die Flieger hallenfertig. Mit den zwei von Werner gestifteten Kästen Bier stießen wir alle noch auf seinen Erfolg an.

19.6.2003

Wind

 

Aufgrund des Pfingstlagers hatte eine kleine Gruppe Flugschüler und einige Aktive ihre Zelte auf dem Flugplatz aufgeschlagen.
Gegen 9 Uhr kamen die ersten Piloten und wir begannen mit dem Ausräumen der Halle. Die Winde wurde am Westende der Bahn aufgestellt, so dass wir erst einmal alle Flugzeuge zum Start ziehen mussten.
Am frühen Nachmittag flog ich zwei Platzrunden mit Klaus und der Ka2b. Theoretisch hätte ich nun alleine fliegen können, doch es herrschte zuviel Wind aus unterschiedlichen Richtungen. Wir hofften auf eine Wetterberuhigung gegen Abend.
So zeigte ich erst einmal meiner Freundin Julia, die einen Segelflug machen wollte, den Flugplatz. Da keine Aussichten auf einen langen Flug bestanden, verschoben wir ihren Flug auf den folgenden Tag.
Trotz aller Wünsche legte sich der Wind nicht und mein Alleinflug konnte nicht stattfinden.
Am Abend fand ein gemeinsames Forellenessen statt. Anschließend gingen wir noch mit einer kleinen Gruppe auf Volksfest um das Eröffnungsfeuerwerk zu sehen.

20.6.2003

Warten und Hoffen

 

Schon am frühen Morgen herrschte recht starker Wind. So war erst einmal Warten angesagt. Am Nachmittag kam Julia mit Christoph in der ASH25 endlich zu ihrem Flug.
Meine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, denn der Wind wollte einfach nicht abnehmen. Somit war das Thema Alleinflug für diesen Tag erst mal vom Tisch.
Als nach drei Stunden die ASH25 immer noch nicht zurück war, gab es schon die ersten, mehr oder weniger besorgten, Spekulationen über den Aufenthaltsort der beiden Vermissten. Doch kurze Zeit später meldeten sie sich vom Flugplatz Altfeld. Mit Hilfe einer Schleppmaschine ließen sie sich so weit auf Höhe schleppen bis sie sicher wieder in Obernau landen konnten.
Pünktlich zur Grillfeier anlässlich der schnellen Reparatur der Ka8b waren sie wieder zurück. Um 00:00 Uhr stießen wir noch in kleiner Runde auf meinen 17. Geburtstag an.

21.6.2003

Der erste Alleinflug

 

Endlich gutes Wetter! Nach einem schnellen Frühstück sitz ich schon mit Klaus in der Ka2b. Nach zwei guten Flügen machen wir den Flieger bereit für den Alleinflug. Das bedeutet den zweiten Fallschirm raus, Gurte festschnallen und den hinteren Knüppel entfernen.
Bis zum Schließen der Haube war alles wie sonst auch. Doch kaum war das Seil eingehängt, merkte ich, dass ich doch Herzklopfen hatte. Einmal tief durchatmen – und los ging es. Die Rollstrecke war wegen des fehlenden Gewichts viel kürzer und auch im Steigflug hat sich die Maschine anders angefühlt. Meine Ausklinkhöhe war 270 m. Damit hatte ich genug Zeit in Ruhe zur Position zu fliegen. Die brauchte ich auch, denn obwohl ich schon kopflastig getrimmt hatte, ging meine Fahrt immer wieder auf 60 km/h herunter. Mein gewohntes Horizontbild stimmte nicht mehr. Deshalb flog ich zur Sicherheit mit 220 m an der Position los. Zusätzlich zu meinen Problemen mit der Fahrt kam ich im Gegenanflug auch noch ins große Saufen. Da ich schon weit vor Erreichen des normalen Queranfluges nur noch 110 m auf meinem Höhenmesser hatte, entschloss ich mich zur verkürzten Platzrunde. Dank den Übungsflügen mit Fluglehrer war das ein bekanntes Bild und ich konnte mich ganz auf meine Landung konzentrieren.
Kaum am Boden, kamen schon die ersten und gratulierten mir zum Alleinflug. Wie es der Brauch will, bekam ich von jedem einen Zweig oder eine Blume und einen kräftigen Schlag auf den Po.
Nun konnte ich mich ganz dem Küchendienst widmen. Gegen Abend fand auch noch der Alleinflug von Sohel statt. So konnten vor dem abendlichen Grillen die rituellen Spiele nach dem Alleinflug gleich im Doppelpack ausgeführt werden.
Von den Spielen noch recht feucht und hundmüde verzogen wir uns schon recht früh in die Zelte.

22.6.2003

Umschulung auf die Ka 8

 

Nach einem gemütlichen Frühstück begannen wir um 9 Uhr bei strahlendem Sonnenschein mit dem Flugbetrieb.
Zur Sicherheit flog ich erst noch einmal zusammen mit einem Fluglehrer. Bei meinem darauf folgenden zweiten Alleinflug stellte ich mich schon im voraus auf das veränderte Horizontbild ein. Deshalb stimmte dieses Mal auch meine Fahrt und ich konnte eine normale Platzrunde fliegen.
Da dieser Flug gut gelaufen ist, gab mir Herbert eine gründliche Einweisung für das einsitzige Schulflugzeug Ka8b. Damit ich fest angeschnallt immer noch den Knüppel durchdrücken konnte steckte ich mir ein dickes Schaumstoffkissen hinter den Rücken. Doch während des Starts wurde es so stark zusammengepresst, dass mein Arm wieder nicht bis vorne hin reichte. Trotz diesem eher schlechten Start war ich nach dem Ausklinken auf 290m. So hatte ich genug Zeit die Flugeigenschaften der Ka8b etwas zu testen. Im Gegensatz zur Ka2b ist sie viel wendiger und reagiert schon auf kleinste Steuerausschläge.
Vor meinem 2. Flug holte ich mir diesmal 3 Sitzkissen aus dem Clubheim und ein festes dickes Kissen aus unserem Motorsegler D-KNER. Doch auch dies war noch nicht optimal denn während des Vorhaltens musste ich mich mit einer Hand an einem Holmen festhalten, da ich seitlich keinen Halt hatte. Da ich viel zu sehr mit mir beschäftigt war zog ich während des Windenschlepps zu wenig und klinkte mit knapp 230m aus. Deshalb flog ich schleunigst zur Position um noch einen normalen Anflug durchführen zu können.
Am späten Nachmittag startete ich noch einen Versuch mich ordentlich in die Ka8b zu setzen. Darum holte ich mir weitere Kissen und schichtete sie so in den Sitz, dass ich auch seitlich abgestützt wurde. Während des Starts saß ich fest in meinem Sitz und so konnte ich mich ganz auf das Flugzeug konzentrieren. Dank der guten Ausklinkhöhe von knapp über 300m hatte ich auf dem Weg zur Position noch Zeit eine Rollübung und einige Kreise zu fliegen.
Beim Ausräumen der Ka8b rief mein Berg Kissen nur ungläubiges Staunen und einige scherzhafte Kommentare hervor.
Nach dem Einräumen der Flugzeuge bekam ich noch die Gelegenheit einmal einen Rettungsfallschirm auszulösen. Denn die Schirme müssen alle vier Monate neu gepackt werden. Laut Anweisung von Thomas, dem Fallschirmpacker, zog ich am Griff und schaute erst einmal verdutzt, als ich diesen mit einem Stück Drahtseil plötzlich in der Hand hatte. Das ist aber völlig normal.
Nach dem Zeltabbau wollte ich nur schnell nach Hause. Denn nach diesen langen und anstrengenden aber trotzdem schönen vier Tagen brauchte ich nur noch ein Bett.

29.6.2003

Hitze

 

Trotz einiger dunklen Wolken, die am Morgen noch am Himmel standen, hatten sich schon ein paar Leute auf dem Flugplatz versammelt. So begannen wir mit den Flugvorbereitungen.
Vor meinem Start sortierte ich wieder meine Kissen ins Flugzeug. Bei allen drei Schlepps bekam ich genügend Höhe um noch Rollübungen, Kreise und Kreiswechsel zu fliegen. Ab dem zweiten Flug fing so langsam die Thermik an. Ich versuchte im Rahmen der Platzrunde etwas zu finden, doch die Fetzen die da waren konnte ich noch nicht richtig zentrieren, so dass ich wieder landen musste.
Nach meinem dritten Flug beschlossen der Windenfahrer, Flugleiter und die Fluglehrer die Startrichtung zu wechseln. Deshalb bauten wir erst einmal um, was ca. 45min dauerte.
Danach machte ich meinen vierten und letzten Start des Tages. Meine Hoffnung über dem Dach des Möbel Kempf Thermik zu finden erfüllten sich leider nicht. So konnte ich wiederum nur eine Platzrunde fliegen.
Im Laufe des Tages war es sehr heiß geworden und wir nutzten jede Möglichkeit uns im Schatten aufzuhalten.
Am späten Nachmittag bekam ich noch die Gelegenheit bei Lothar im Twin-III mitzufliegen. Nach zwei Platzrunden blieben wir hängen und waren ca.40 min hauptsächlich über Niedernberg und Großwallstadt unterwegs.