FSC Möve Obernau

Winde

 Die meisten Starts erfolgen bei uns als Windenstarts.
 Dabei wird das Segelflugzeug an ein etwa 5 mm starkes, geflochtenes Stahlseil eingehängt,
 das von einer Winde schnell eingezogen wird. Mit etwa 80 bis 100 km/h wird das Flugzeug
 steil in den Himmel geschleppt, in etwa 300 bis 400 m Höhe klinkt der Pilot das Schleppseil aus.

 Wir betreiben eine Doppel-Trommelwinde,
 die von einem 280 PS starken Dieselmotor angetrieben wird.
 Dies hat den Vorteil, daß wir zwei Schleppseile
 gleichzeitig auslegen können und so die Abfolge der Starts
 erheblich beschleunigen können.
 Auf unserem Fluggelände können wir etwa 800 m Seil auslegen.

 Beim Auslegen werden die Schleppseile
 an einem speziellen Fahrzeug in ein Gestell eingehängt,
 mit dem sie automatisch in ausreichendem Abstand voneinander
 sauber auf dem Platz ausgelegt werden. Es ist dabei gar nicht so einfach,
 das Seilfahrzeug richtig zu fahren. Wenn man nicht aufpasst,
 kann es zum Schlaufenwurf auf der Winde mit entsprechendem “Seil-Salat”,
 oder sogar zu einem Seilriß kommen.

 Aber auch das “Winde fahren” gehört zu den eher anspruchsvollen
 und vor allem sehr verantwortungsvollen Tätigkeiten am Platz.
 Jeder aktive Pilot muß die Ausbildung zum Windenfahrer machen,
 um dann seine Fliegerkameraden sicher in die Höhe schleppen zu können.
 Je nach Flugzeugtyp am Start muß der Windenfahrer Schleppstärke und
 Geschwindigkeit sorgfältig dosieren,
 während des Schleppvorganges muß er ständig die richtige Geschwindigkeit einhalten.
 Bei Tagen mit guter Thermik oder stärkerem Wind kann das ganz schön schwer werden.